Maja Rieder

Maja Rieder ist eine junge Künstlerin, deren Arbeit mir aufgefallen ist, als ich zum Video von Patrick Steffen live Schlagzeug gespielt habe. Die beiden Künstler haben damals eine Ausstellung gemeinsam gestaltet. Mittlerweile habe ich die Arbeit von Maja Rieder auch in grösserem Umfeld kennen gelernt, bei ihrer Ausstellung im Kunsthaus Baselland. Hier beschreibe ich meine Eindrücke.

Maja Rieder

Gelb. Schwarz. Raum.

 

Die Dimensionen haben sich verschoben. Die Bewegung in diesen Bildern ist riesig. Und die Farbtropfen laufen entlang dem Horizont. Die Schwerkraft scheint aufgehoben. Das Gelb schwebt vor dem Schwarz wie ein Zitronennebel, durchdringt gleichzeitig die Tiefe des Bildraumes. Das Papier als Hauptträger der Arbeit reagiert unterschiedlich auf die verschiedenen Farbschichten und -aufträge. Jeder Falz eine Geschichte, jede Kante ein Gedanke. Die breiten Pinsel- und Bürstenstriche wirken aus der Ferne wie Klebeband im Nichts, die harten Strichabrisse verschärfen den Gesamteindruck.

Was ist hinten, was ist vorn? Was war zuerst da, was kam zuletzt? Der Blick macht sich an einem Detail fest, versucht von diesem vermeintlichen Fixpunkt aus die Topographie des Bildes fest zu machen und scheitert schon an der nächsten Ecke. Alles wieder auf dem Kopf, der Betrachter zurück auf Feld 1.

Die Betrachtung dieser Bilder macht unheimlichen Spass. Juxtapose: Da steckt auch ein Jux drin, ein taktiler Spass. Das gedankliche Turnen in diesen Farbgerüsten lässt tausend Inspirationen zu.

Für Infos und Weiteres:

Maja Rieder


 

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