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sounding stones Therme Vals

Direktverkauf

   
Fritz Hauser Musik
Arthur Schneiter

Klangsteinskulpturen

Peter Zumthor Architektur
Hans Danuser Photografie
Peter Schmid Text
Christian Lichtenberg Design
Jürg Jecklin Aufnahme
Jack Jakob Mix und Mastering
Boabaumann Zufallsoperateur
Rudolf Berni Technische Betreuung Vals
   
1 11.50
2 7.07
3 6.29
4 6.45
5 10.37
   
© 2000 Fritz Hauser / Suisa
www.fritzhauser.ch
www.therme–vals.ch

 

Mit dem Ohr am Berg

Fritz Hauser und Peter Zumthor debattierten eine ganze Nacht über den Klangstein.

Ich habe zugehört und die Gläser nachgefüllt.

Jene Nacht liegt sechs Jahre zurück. Dazwischen die Bauzeit: aus einheimischem Gestein wurde Schicht für Schicht das Thermalbad errichtet. Die Geschichte dieses Ortes ist jung, die Ausstrahlung und Wirkung auf die Menschen ist gross.

Wenn ich etwas zur Steinmusik sage, tue ich das als einer, der in diesem Tal lebt, sich als Berggänger fast täglich im Hochgebirge aufhält. Als Schafhirt im Sommer, im Winter mit Ski und Fell. Dieses Eintauchen in die Natur ist meine Manie.

Je öfter du gehst, umso feiner sind die Nuancen, die du wahrnimmst. Es ist eine magische Welt. Und die Magie ist das Weltbild des Altsteinzeitmenschen – vom Berg führt ein Weg in die Tiefe der Zeit. Für mich ist Zeit ein Bach, der braust und tobt und im Winter erstarrt. Aus der Stille habe ich mich eingelassen auf sounding stones.

Fritz Hausers Musik ist eine Mischung aus Improvisation und präziser Gestaltung. Er nähert sich der Entdeckung einer objektiven Ordnung durch ernstes Spiel und mit dem Witz des Zufalls.

Ich habe die verschiedenen Ebenen gehört: die strengen Rhythmusmuster, die sich wie Steinschichtungen aneinander reiben; die wie Wasser sich ausbreitenden Improvisationsfragmente; die lichtartig schwingenden Töne; das unter die Haut gehende Kratzen, Schaben und Rumpeln – Stein auf Stein.

Begriffen habe ich die Musik nicht, doch die Klänge liessen mich nicht los, als ob die Steine ein belebendes Geheimnis enthielten. Alles schien fremd; und gleichzeitig dachte ich, das habe ich schon einmal gehört.

Dann merkte ich, dass ich unterwegs war. Unterwegs in eine Klanglandschaft. Ich ging weiter – den Berg im Ohr.

Peter Schmid

 

 

mailto:info@fritzhauser.ch
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