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Tontippeln und Tanztrommeln

Anna Huber und Fritz Hauser in der Gessnerallee
Da haben sich in der Tat zwei Tüftler gefunden. Was Fritz Hauser sein Schlagzeug, ist Anna Huber ihr Körper. Während er verschiedensten Gegenständen überraschende Geräusche und Rhythmen ablockt, bewegt sie verblüffende Bilder und formen ihre Glieder bizarre Figuren. Je einzeln sind Huber und Hauser in den letzten sieben Jahren im Theaterhaus Gessnerallee aufgetreten - er 1999, sie seit 1997 mit insgesamt sieben Stücken - zusammen haben die beiden schon an mehreren Orten Varianten ihrer raumbezogenen Arbeit „umwege“ realisiert. In der Abschlussreihe „Perlen vor die Freunde“ hat das scheidenende Gessneralle-Team die zwei nun zu gemeinsamen Improvisationen eingeladen.
Dabei wurde offensichtlich, wie perfekt Anna Huber und Fritz Hauser künstlerisch harmonieren. Obwohl bei solchen spontanen (Inter-)Aktionen der Zufall mitregiert, boten die beiden im kleinen, intimen Raum P3 feine, klare Ton-Tanz-Impressionen. Leicht wie ein Federball tippelte die Tänzerin zu Klapperwirbeln, wurde dann rhythmisch förmlich an die Wand gewischt oder liess sich von Trommel- und Knirschgeräuschen an den Armen zu Boden ziehen, so als legte sich jeder Ton einzeln beschwerend auf ihre ausgebreiteten Handteller. Mit gelegentlichen Blicken verischerten sich die beiden jeweils ihres Zusammenspiels; mit klaren Zeichen hin und wieder provozierte die eine oder der andere stets neue Wenden und brachte so Spannung und Überraschung in das gemeinsame Improvisieren. Wie sie ihren Körper gerade nach imaginären Fröschen ausstreckte, die seine Tonutensilien mittels Quasi -Quaken in den Raum gestellt hatten, klingelte auch schon der Wecker: Ende der Vorstellung - man hätte gerne auch noch länger zugesehen.
Neue Zürcher Zeitung / Christina Thurner / 31.5.2004

 

mailto:info@fritzhauser.ch
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