AUF? ZU?

Nach einer intensiven Arbeitsphase im Piemont bin ich wieder zurück und mit den Realitäten konfrontiert. Fernsehen und Printmedien sind voll mit Sport und Unsinn, die Menschen rasen auf den Autobahnen rum und spazieren ohne Maske in der Stadt, die meisten tun meist so, als ob es die Pandemie nicht mehr gäbe. 

Die Restaurants allerdings sind geschlossen und die Veranstaltungsorte auch. 

Künstler sein, heisst seit einem Jahr quasi Berufsverbot. 

Ich darf in einem vollen Bus oder Zug herumfahren, aber ich darf in einer grossen Kirche nicht für 50 Personen spielen, obwohl der Corona-Abstand mehrfach eingehalten werden könnte?! 

Ich merke, dass ich langsam aber sicher sauer werde. 

Ich versuche, mich auf die Musik zu konzentrieren, aber es fällt je länger je schwerer. Komponiere ich nur für die Schublade? Gibt es eine Chance für all die aufgegleisten Projekte?

Das einzige Konzert – eine Begegnung mit dem Schriftsteller Reto Hänny – findet nun natürlich nur online statt. Schade. Trotzdem: 14. April, 20h, Festival Aprillen im Schlachthaus Bern. Wir freuen uns, wenn Sie, wenn ihr reinhört. 

Alles Andere steht in den Sternen. Und wird hier mitgeteilt – sollte es stattfinden.

Und natürlich auch auf Facebook.

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