SPETTRO VON AUSSEN NACH INNEN

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Spettro – von aussen nach innen

Spettro ist eine Geisterverschwörung für Schlagzeug solo. Mit getriebenem Puls setzt das Stück ein, verändert subtil Raum- und Klangempfinden des Publikums, führt durch faszinierende Perkussionslandschaften, lotet Dichte und Stille aus, bezeichnet Raserei und Ruhe, bezaubert mit Humor und Feinheit. Die Aufführungen von Spettro sind äusserst bildstark. Barbara Frey (Regie), Fritz Hauser und Brigitte Dubach (Licht) gelingt erneut das Kunststück, mit einfachsten Mitteln einen neuartigen Klang- und Bildkosmos zu schaffen. Wo Trommel mit Mann die Reduktion auf die Spitze trieb, führt Spettro in eine oszillierende Fantasie.

Charakteristisch für Fritz Hausers Spettro ist die bewusste Beschränkung, aus welcher Fülle erwächst. Der Schweizer Schlagzeuger und Komponist Fritz Hauser setzt auf scheinbar einfache Gesten, nutzt ein reduziertes Instrumentarium, lässt die Stille wirken – und schafft so Bögen von grosser Kohärenz und perkussiver Prägnanz. Seine Klangexplorationen sind stets präzise geplant und erwachsen doch aus dem Moment.

Die Uraufführung von Spettro fand im Rahmen des Lucerne Festival am 26. August 2018 statt, und zwar im grossen Konzertsaal des KKL. Fritz Hauser war im Sommer desselben Jahres Composer-in-residence des Lucerne Festival. Weitere Aufführungen folgten im März 2019: Gare du Nord, Basel; Museum für Kunst und Geschichte Freiburg (MAHF); Schauspielhaus Zürich (Pfauen). Im August 2019 kam Spettro in der Casa della Masche im piemontesischen Bionzo und danach in der Zentrale der Kraftwerke Zervreila AG in Vals zur Aufführung. Eigens für diese Veranstaltung in Zervreila wurde die Stromproduktion für einige Stunden eingestellt. Hauser spielte damals mit rund 100 Millionen Kubikmeter Wasser im Rücken, letztere zurückgehalten von einer 151 Meter hohen Bogengewichtsmauer. 

Adrian Vieli

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